Vermögen
10+ JahreGeld, Vermögenswerte und Rechte einer Person zu einem betrachteten Zeitpunkt. Werden die zugehörigen Schulden abgezogen, spricht man vom Nettovermögen.
Kurz erklÀrt
Vermögen beschreibt einen Bestand, Einnahmen dagegen einen Zufluss in einem Zeitraum. Nettovermögen berĂŒcksichtigt auch Schulden. Nicht jeder Wert ist sofort als Geld verfĂŒgbar oder zum geschĂ€tzten Betrag verkĂ€uflich. Eine Ăbersicht braucht deshalb einen Zeitpunkt und verstĂ€ndliche Annahmen. Die Höhe ist kein MaĂ fĂŒr den Wert, die MĂŒhe oder die Zukunft einer Person.
Beispielsatz
âFĂŒr unser fiktives Nettovermögen addieren wir die Werte und ziehen die offenen Schulden ab.â
Warum der Begriff fĂŒr Kinder hilfreich ist
Ein hoher Verdienst und ein groĂes Vermögen sind verschiedene Informationen. Aus einer einzelnen Einnahmenzahl lĂ€sst sich nicht erkennen, was vorhanden ist und welche Verpflichtungen bestehen. Ebenso wenig verraten ein Auto, Kleidung oder eine groĂe Wohnung zuverlĂ€ssig die finanzielle Situation einer Familie. Dinge können finanziert, geliehen, geschenkt oder mit unterschiedlichen Bedingungen verbunden sein. Ein Vergleich nach dem sichtbaren Konsum ist deshalb unvollstĂ€ndig. Auch Vermögen hĂ€ngt nicht allein von Sparverhalten ab. Einkommen, notwendige Kosten, Erbschaften, Zugang zu Möglichkeiten, Preise und unerwartete Ereignisse können eine Rolle spielen. Ein Kind sollte daraus keine Rangfolge ĂŒber Familien oder MitschĂŒler ableiten. FĂŒr die LernaktivitĂ€t reicht die Unterscheidung von Bestand und Bewegung. Eine eigene Umbuchung verĂ€ndert zunĂ€chst den Ort, ein Geschenk kann Mittel hinzufĂŒgen und ein Kredit zugleich Geld und eine Verpflichtung entstehen lassen. Bei GegenstĂ€nden kommt eine SchĂ€tzung hinzu. Ein Fahrrad mit einem gedachten Wiederverkaufswert ist nicht identisch mit demselben Betrag auf einem Konto. Zustand, Nachfrage und Kosten können den wirklichen Erlös verĂ€ndern. Eine Ăbersicht ist daher eine Momentaufnahme, keine Zusage fĂŒr eine spĂ€tere Auszahlung. Erwachsene können diese Genauigkeit mit erfundenen Zahlen erklĂ€ren, ohne private Familienwerte offenzulegen oder ein Kind zur Bewertung des gesamten Haushalts zu verpflichten.
So könnt ihr darĂŒber sprechen
Erstellt eine fiktive Person mit 100 EUR zurĂŒckgelegtem Geld, einem Gegenstand mit geschĂ€tztem Wert von 50 EUR und offenen Schulden von 30 EUR. Die betrachteten Werte ergeben 150 EUR das Nettovermögen unter diesen Annahmen 120 EUR. Markiert die SchĂ€tzung und das Datum. ErklĂ€rt, dass ein Verkauf des Gegenstands den gedachten Betrag nicht garantiert und dass möglicherweise Kosten fehlen. FĂŒgt danach ein Geschenk von 20 EUR hinzu und vergleicht die neue Ăbersicht. Eine Verschiebung derselben 20 EUR zwischen zwei eigenen Geldtöpfen erhöht den Gesamtwert dagegen nicht erneut. Bei einem geliehenen Betrag muss die RĂŒckzahlungsverpflichtung danebenstehen. Lasst das Kind die verschiedenen Ănderungen erklĂ€ren, ohne eine Regel daraus zu machen, dass jeder Kauf vollstĂ€ndig wertlos wird oder jedes Objekt seinen Kaufpreis behĂ€lt. In KidCash zeigen Familienguthaben und Sparziele nur den vereinbarten Ausschnitt, nicht automatisch das gesamte reale Vermögen einer Person. ZĂ€hlt einen Lernvermerk und das dazugehörige echte Bankgeld nicht als zwei unterschiedliche Werte. Der Erwachsene schĂŒtzt Unterlagen und ĂŒbernimmt die PrĂŒfung echter finanzieller Entscheidungen. SchlieĂt mit der Frage, welche Information in der Zeichnung noch unsicher ist und wie man die Ăbersicht verstĂ€ndlicher kennzeichnen könnte. Es geht um Begriffe und ZusammenhĂ€nge, nicht darum, ein möglichst groĂes Ergebnis vorzuzeigen.
HÀufige MissverstÀndnisse
- Vermögen und Einnahmen sind dasselbe? Nein. Ein Bestand zu einem Zeitpunkt und ZuflĂŒsse ĂŒber einen Zeitraum beantworten unterschiedliche Fragen.
- Der Lebensstil zeigt zuverlÀssig, wer vermögend ist? Nein. Sichtbare Dinge erklÀren weder Schulden noch EigentumsverhÀltnisse oder andere Vermögenswerte.
- Eine Sparquote allein garantiert Vermögensaufbau? Nein. VerfĂŒgbare Mittel, Kosten, Chancen und Ereignisse wirken ebenfalls. Eine Zahl ist kein MaĂ fĂŒr den Wert einer Person.
Verwandte Begriffe
Investieren
Geld fĂŒr eine Anlage oder ein Vorhaben einsetzen, mit einer Erwartung an den Nutzen oder Ertrag. Bedingungen, Kosten und Risiken mĂŒssen verstanden werden; Gewinne sind nicht zugesagt.
Sparen
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